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- Demenz - Abschied auf Raten

Für alle Fragen rund um das Thema Demenz, steht die Infostelle Demenz mit ihrem Beratungsangebot zur Verfügung. Ein Termin kann über die Drehscheibe 65plus Rontal, der kostenlosen Anlaufstelle für alle Altersfragen, unter der Telefonnummer 041 440 50 10 vereinbart werden. Wichtig ist, bei Verdacht auf eine Demenzerkrankung nicht zu lange warten und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Demenz ist eine niederschmetternde Diagnose. Es bedeutet letztendlich ein Abschied auf Raten und eine belastende Situation. Die Infostelle für Demenz, welche von der Schweizerischen Alzheimervereinigung Luzern und Pro Senectute Kanton Luzern getragen wird, steht Betroffenen wie Angehörigen zur Seite. „In einer solchen Situation soll niemand alleine sein. Es ist wichtig und auch richtig, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen“, betont Jürg Lauber, Geschäftsführer der Alzheimervereinigung Luzern.

Früh erkennen, früh handeln
Vergesslichkeit im Alter kann mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammenhängen. Sie kann aber auch ein Zeichen einer beginnenden Demenz sein. Es ist darum wichtig, sorgfältig und vor allem frühzeitig abzuklären, wodurch die Symptome verursacht werden. „Eine beginnende Demenz kann auch mit einer Depression verwechselt werden“, erklärt Verena Wey Schwegler. Die Sozialarbeiterin führt die Demenzberatungen in der Region der Drehscheibe 65 plus Rontal durch. Sie betont: „Wissen ist wichtig. Wissen, ob es sich um eine Krankheit handelt und um welche. Das hilft, damit umzugehen.“ Angehörige ziehen sonst mitunter falsche Schlüsse. Solche, die für die Situation und die Betroffenen nicht hilfreich seien. „Man fragt sich zum Beispiel, ob der Betroffene dieses oder jenes mit Absicht, vielleicht sogar böswillig tut oder seine Vergesslichkeit als Ausrede benutzt.“ Aber auch wenn klar sei, dass es sich um eine Krankheit handle, sei es für viele Angehörige schwierig, dies zu akzeptieren und damit umzugehen. „Man wünscht sich den geliebten Menschen an seiner Seite zurück. Und er ist ja auch noch da. Aber eben nicht allein. Die Krankheit ist auch da.“ Umso wichtiger ist Gewissheit, betont Verena Wey Schwegler. „Und sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht.“ Sie sehe oft Angehörige, die versuchen, alles alleine zu bewältigen, bis zum Kollaps. „Angehörige müssen unbedingt gut zu sich selber schauen, sich selber pflegen. Das ist wichtig, wenn man die Kraft aufbringen möchte, andere zu pflegen.“

Eine frühe Abklärung ist aber auch aus rechtlicher Sicht wichtig, erklärt die Beraterin. „Betroffene können zu Beginn ihrer Erkrankung ihre Wünsche artikulieren, ihre Angelegenheiten regeln. Zum Beispiel mit einem Vorsorgeauftrag oder einer Patientenverfügung.“ Irgendwann sei es dafür nämlich zu spät, was für die Angehörigen zu einer zusätzlichen Belastung führen könne. „Bei einer Urteilsunfähigkeit ist zum Beispiel ein Testament ungültig.“ Ein weiterer, wichtiger Punkt sei auch die finanzielle Seite. „In den Beratungen schauen wir auch Themen wie Ergänzungsleistungen, oder die Finanzierungen von Entlastungsangeboten an“.

Massgeschneiderte Hilfe
„Wenn ich den Verlauf der Krankheit kenne, kann ich mich darauf einlassen. Darum kann ich nur nochmals betonen, wie wichtig es ist zu wissen, womit man es zu tun hat“, so Verena Wey Schwegler. Bezüglich der Hilfsangebote und Abklärungen betont sie zudem: „Jeder Fall ist unterschiedlich, hat mit anderen Menschen zu tun. Darum gibt es keine allgemeingültigen Massnahmen. Es ist wichtig, während einer Beratung das passende, für diese Betroffenen und Angehörigen massgeschneiderte Vorgehen zu klären.“ Die Infostelle Demenz hilft dabei ganz konkret: Mit Informationen, Beratung, Vermittlung und Unterstützung – und dies notabene kostenlos. „Die Beratungen werden durch qualifizierte Fachpersonen durchgeführt“, erklärt Jürg Lauber. Und selbstverständlich sei die Diskretion gewährleistet.

Nicht zu unrecht wird die Demenz auch als die Krankheit der Angehörigen bezeichnet. Das Thema ist äusserst komplex, die Auswirkungen eine grosse Herausforderung – für alle Beteiligten. Zu Wissen, womit man es hier zu tun hat und Hilfe anzunehmen sind zwei wichtige Schritte, um diese Herausforderung auch meistern zu können. Über die Telefonnummer 041 440 50 10 der Drehscheibe 65+ können Sie einen kostenlosen Termin vereinbaren und sie werden zu all Ihren Fragen professionell beraten. Zögern Sie nicht!

Drehscheibe 65plus Rontal, Telefon 041 440 50 10, www.rontal65plus.ch

Text und Bild: Claudio Brentini
Verena Wey Schwegler berät Betroffene und Angehörige zum Thema Demenz
Verena Wey Schwegler berät Betroffene und Angehörige zum Thema Demenz

Dokument Inserat Drehscheibe Rontal (pdf, 32.1 kB)


Datum der Neuigkeit 14. Mai 2018